Hautkrebs­vorsorge / Hautkrebs­screening

Früherkennung und Vorsorge sind der Schlüssel zur Vermeidung fortschreitender Hautkrebserkrankungen

Hautkrebs ist eine der am häufigsten auftretenden Krebsarten weltweit. Dabei überwiegt der helle Hautkrebs (Aktinische Keratose, Basaliom, Spinaliom) deutlich, jedoch ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) auf Grund seiner Eigenschaft der schnellen Bildung von Absiedlungen (Metastasen) mindestens genauso im Fokus der Untersuchung. Die gute Nachricht ist, dass Hautkrebs – auch der schwarze Hautkrebs – oft gut und einfach therapierbar ist, wenn er frühzeitig erkannt wird. Die Hautkrebsvorsorge oder das Hautkrebsscreening sind entscheidende Instrumente, um potenziell gefährliche Veränderungen der Haut rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Gesetzliches Hautkrebsscreening

Indikation:
alle Patientinnen und Patienten ab der Jugend

Durchführung:
Sichtkontrolle aller Muttermale, ggf. Dermatoskopie einzelner auffälliger Nävi

Frequenz:
1x/Jahr empfehlenswert

Kosten:
alle 2 Jahre über die gesetzliche Krankenkasse, sonst 79,00€

Hautkrebsscreening mit dem FotoFinder

Indikation:
Hauttyp I, über 50 Muttermale, Hautkrebs in der Vorgeschichte oder der Familie

Durchführung:
Hautkrebsvorsorge, Aufnahme der auffälligen Nävi, KI, Verlaufskontrolle

Behandlungsdauer:
20min

Schmerzen/Betäubung:
keine

Frequenz:
1x/Jahr, ggf. Kontrolle einzelner Läsionen nach 3 Monaten

Kosten:
109,00€, Kontrolluntersuchung nach 3 Monaten 49,00€

Warum ist die Hautkrebsvorsorge wichtig?

Hautkrebs wird hauptsächlich durch UV-Strahlung verursacht. Sonnenbrände in der Vergangenheit sowie eine genetische Veranlagung sind zusätzlich für die Entstehung von Hautkrebs mit verantwortlich. Insgesamt wird das Hautkrebsscreening in Deutschland noch zu wenig in Anspruch genommen. Dabei ist bei frühzeitiger Erkennung von Hautkrebs eine einfache Therapie und vollständige Heilung zu erwarten. Die Hautkrebsvorsorge ermöglicht die frühzeitige Erkennung potentiell gefährdender Veränderungen, wie Muttermalen, Hautflecken oder ungewöhnlichen, blutenden Hautveränderungen.

Wie läuft das Hautkrebsscreening ab?

Bei der Hautkrebsvorsorge wird die gesamte Haut systematisch untersucht, einschließlich der schwer erreichbaren Stellen. Hierbei wird auf verdächtige Hautveränderungen geachtet. Diese können sich in Form und Farbe von anderen Muttermalen unterscheiden oder aber z.B. wiederholt blutende Stellen sein, die durch besondere Gefäßveränderungen auffällig erscheinen.  Zur Analyse der Hautveränderungen wird das Dermatoskop (eine spezielle Lupe) als Hilfsmittel eingesetzt.

Wie kann ich Hautkrebs vorbeugen?

Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) in ausreichender Menge ist auf die Haut aufzutragen. Darüber hinaus sollte die UV-Belastung, insbesondere im Urlaub, auf ein Minimum reduziert werden. Meiden Sie die Mittagssonne und tragen Sie zusätzlich einen textilen Sonnenschutz (z.B. UV-Schutz Kleidung oder ein Hut. Auch eine regelmäßige Selbstkontrolle ist zu empfehlen: Sollte eine Hautveränderung also einmal asymmetrisch und die Begrenzung unscharf werden oder Auswüchse über den Rand des Muttermals erkennbar sein, die Farbe sich verändern oder ein besonders großer Durchmesser vorhanden sein, sind dies einzelne Kriterien für auffällige Muttermale. Dabei ist nicht ein einzelnes Kriterium direkt verdächtig: Je mehr Auffälligkeiten ein einzelnes Muttermal aufweist, desto eher sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nutzen Sie gerne die Hautkrebsverdachtsprechstunde unserer Praxis zur Abklärung einzelner Läsionen.

Regelmäßige Vorsorge ist wichtig

Eine Hautkrebserkrankung verläuft anfangs meist symptomfrei, sodass er diese sich unbemerkt entwickeln kann. Um eine rechtzeitige Behandlung sicherzustellen, ist die regelmäßige Vorsorge durch einen Facharzt wichtig und sinnvoll.

Häufige Fragen:

Ja, das Hautkrebsscreening wird von einem Facharzt für Dermatologie (Hautarzt) oder einem geschulten Allgemeinarzt durchgeführt.

In der Regel ist das Hautkrebsscreening schmerzfrei und nicht invasiv. Der Arzt oder die Ärztin untersucht die Haut visuell und tastet verdächtige Stellen ab, was normalerweise keine Schmerzen verursacht.

Im Allgemeinen ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Es wird jedoch empfohlen, vor dem Screening jegliches Make-up oder Cremes von der Haut zu entfernen, um eine klare Sicht auf die Haut zu ermöglichen.

Beim Hautkrebsscreening werden alle Hautbereiche des Körpers untersucht, einschließlich jener, die normalerweise durch Kleidung bedeckt sind.

Zu den Risikofaktoren für Hautkrebs gehören übermäßige Sonnenexposition, Sonnenbrände in der Vergangenheit, helle Hauttypen, eine familiäre Vorgeschichte von Hautkrebs, viele Muttermale und ein geschwächtes Immunsystem.

Beim Hautkrebsscreening können sowohl das häufige, aber meist gutartige Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, als auch das bösartige Melanom (schwarzer Hautkrebs) erkannt werden. Darüber hinaus auch alle Vorstufen und Frühformen vom Hautkrebs sowie gutartige Befunde.

Verdächtige Symptome, die auf Hautkrebs hindeuten können, sind unter anderem Veränderungen von Muttermalen (Größe, Farbe, Form), das Auftreten neuer Hautläsionen, Juckreiz, Blutungen oder ungewöhnliche Hautveränderungen.

UV-Schutz schützt vor Hautkrebs und Falten

Neben dem Schutz vor Hautkrebs ist die regelmäßige und ausreichende Anwendung von Sonnencreme auch der beste Schutz vor Hautalterung und Faltenbildung – wenn das kein Argument ist!

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Dr. med.

Max Tischler

Facharzt für Dermatologie + Allergologie