Photodynamische Therapie (PDT)

Die Lösung zur zielgerichteten Therapie bei flächigen Hautkrebsveränderungen

Die Photodynamische Therapie (PDT) ist ein innovativer Ansatz zur Therapie von hellen Hautkrebsveränderungen (Aktinische Keratose, Morbus Bowen, Basalzellkarzinom) ohne Operation, der vielversprechende Ergebnisse bei der gezielten Behandlung von Tumoren zeigt. Diese nicht-invasive Methode nutzt eine Kombination aus lichtempfindlichen Substanzen und gezieltem Laserlicht, um Krebszellen selektiv zu zerstören, während das umliegende gesunde Gewebe weitgehend verschont bleibt. Die PDT hat sich in vielen Studium als effektiv und zugleich risikoarm erwiesen und hat auch Auswirkungen auf das Hautbild.

Kurzbeschreibung

Durchführung:
Bestrahlungstherapie mit der MultiLight® Lampe mit Tageslicht (Akt. Kertosen) oder Rotlicht (M. Bowen oder BCC)

Behandlungsdauer Rotlicht:
3h Einwirkzeit, anschließend 10 Minuten Lichttherapie

Behandlungsdauer Tageslicht:
30 Minuten Einwirkzeit, anschließend 45-90 Minuten Lichttherapie

Schmerzen/Betäubung:
gering (Tageslicht), moderat (Rotlicht)

Gesellschaftsfähig:
2-5 Tage

Frequenz:
2 Behandlungen im Abstand von 6 Wochen

Kosten:
ab 300,00€

Vorteile der PDT

Die Vorteile der Photodynamischen Therapie (PDT) sind die gezielte Behandlung von Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen in der Fläche sowie die Hautkrebstherapie ohne Operation bei soliden Tumoren. Das umliegende Gewebe wird geschont und die Nebenwirkungen sind im Vergleich zu herkömmlichen Therapien gering.

Wie funktioniert die Photodynamische Therapie (PDT)?

Im ersten Schritt erfolgt die Laserbehandlung mit dem Co2-Laser, um einen Zugangsweg für die Creme durch die Haut zu schaffen. Diese Behandlung ist nicht schmerzhaft, da mit sehr niedriger Energie gearbeitet werden kann. Anschließend erfolgt die Verabreichung von photosensibilisierenden Substanzen in Cremeform. Diese Creme muss unter eine Abdeckung für 30 Minuten (Tageslicht) oder 3 Stunden (Rotlicht) einwirken und zieht dabei in die Tumorzellen ein, während nicht-geschädigte Zellen die Substanz nicht aufnehmen. Anschließend erfolgt die Behandlung mit der MultiLight Lampe und hochenergetischem Licht über 10 Minuten (Rotlicht) oder 45-90 Minuten (Tageslicht). Dadurch kommt es zur Zerstörung durch freie Radikale in den geschädigten Zellen, während gesunde Zellen unbehandelt bleiben. Auf diese Weise ist eine selektive Behandlung von geschädigten Zellen in der Fläche möglich.

Sind Nebenwirkungen bei der PDT zu erwarten?

Im Allgemeinen sind die Nebenwirkungen der PDT geringer als bei herkömmlichen Krebstherapien. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören vorübergehende Hautreizungen, Lichtempfindlichkeit und vorübergehende Schwellungen der Augen bei Behandlungen von Stirn, Schläfen oder Kopfhaut auf Grund der Entzündungsreaktion, die in den geschädigten Zellen abläuft. Dennoch ist die Verträglichkeit der Behandlung sehr gut und die Behandlung ist insgesamt sehr schmerzarm. Nebenwirkungen wie Rötungen, in seltenen Fällen auch Blasen- oder Pustelbildung, sind gut zu thearpieren und heilen innerhalb von 1-2 Wochen narbenfrei ab.

Wie lange dauert eine PDT-Sitzung und wie viele sind erforderlich?

Die Dauer einer PDT-Sitzung variiert je nach Art und Größe des Tumors sowie der zu verwendenden photosensibilisierenden Substanz. Je nach Tumorart und Stadium können mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen erforderlich sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Meist kann mit 2 Behandlungen im Abstand von ca. 6 Wochen gerechnet werden. Die Behandlung wird danach in jährlichen/2-jährlichen oder ganz individuellen Abständen wiederholt, je nach Ausprägung des Befundes und Patientenwunsch.

Die PDT ermöglicht eine gezielte Behandlung von Hautkrebsläsionen auch auf großer Fläche wie Kopfhaut, Arme oder Hände. Tumorzellen lassen sich dadurch sehr präzise behandeln.

Häufige Fragen:

Die Effektivität der Photodynamischen Therapie (PDT) variiert je nach Art des Tumors und dem Stadium der Krebserkrankung. In einigen Fällen kann die PDT ebenso wirksam sein wie herkömmliche Therapien wie Chirurgie, Strahlentherapie oder Chemotherapie. Insbesondere bei bestimmten Frühformen von Hautkrebs (Aktinischen Keratosen) ist die PDT in der Flächentherapie sehr effizient, was mit keiner vergleichbaren Therapie zu erreichen ist. Der Vorteil liegt in der gezielten Zerstörung von Krebszellen und der Schonung des umliegenden gesunden Gewebes, was zu geringeren Nebenwirkungen führen kann.

Ja, es gibt einige Kontraindikationen für die Photodynamische Therapie. Personen, die überempfindlich oder allergisch gegen die verabreichten photosensibilisierenden Substanzen sind, sollten die PDT nicht erhalten. Zudem kann die PDT bei fortgeschrittenen Krebsstadien oder bei Metastasen möglicherweise weniger wirksam sein. Bestimmte Medikamente oder Erkrankungen können die PDT-Behandlung beeinflussen, weshalb eine sorgfältige Voruntersuchung und ein Vorgespräch notwendig sind.

Die Nachsorge nach einer PDT-Behandlung ist entscheidend, um den Therapieerfolg zu überwachen und mögliche Nebenwirkungen zu behandeln. Die Hautreaktionen können einem starken Sonnenbrand ähneln und es kann in seltenen Fällen zu Blasen- oder Pustelbildung kommen. Sie erhalten im Anschluss an die Behandlung immer 2 Cremes: Eine Creme zur mehrmals täglichen Pflege (dies darf auch 5-10x/Tag sein) und eine Notfallcreme falls die Entzündungsreaktion zu stark ist. Darüber hinaus stehen wir natürlich bei Rückfragen in der Praxis zur Verfügung.

Die Kosten werden von den privaten Krankenkassen und der Beihilfe sowie im Fall einer Anerkennung als Berufskrankheit übernommen.

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Dr. med.

Max Tischler

Facharzt für Dermatologie + Allergologie