Nachlassende Hautqualität, feine Linien oder ein müder Teint sind häufig Ausdruck komplexer Veränderungen in Hautstoffwechsel und Zellaktivität. In der medizinischen Ästhetik stehen dafür verschiedene minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Eines davon ist die Mesotherapie. Doch wie wirkt sie, für wen ist sie geeignet – und wie unterscheidet sie sich von anderen etablierten Behandlungen?
Die Mesotherapie ist ein minimalinvasives Injektionsverfahren, bei dem ausgewählte Wirkstoffe in sehr kleinen Mengen in die oberflächlichen Hautschichten eingebracht werden. Ziel ist es, den lokalen Hautstoffwechsel gezielt zu unterstützen.
Im Unterschied zu volumengebenden oder muskelentspannenden Verfahren steht bei der Mesotherapie nicht die Veränderung von Konturen oder Mimik im Vordergrund, sondern die Verbesserung der Hautqualität.
Durch die gezielte Platzierung der Wirkstoffe in der Haut entfaltet die Mesotherapie ihre Wirkung lokal. Je nach Zusammensetzung können Prozesse wie Durchblutung, Zellaktivität und Regenerationsmechanismen unterstützt werden. Perfekt, um fahler Haut entgegenzuwirken und den Stoffwechsel der Haut zu aktivieren.
Die Methode zielt dabei nicht auf sofortige Effekte ab, sondern auf eine schrittweise Verbesserung der Hautstruktur. Entscheidend für den Erfolg sind die Auswahl der Wirkstoffe, die Injektionstechnik und die individuelle Ausgangssituation der Haut.
Die Mesotherapie kann in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, unter anderem:
Ob die Methode im jeweiligen Fall sinnvoll ist, sollte immer individuell beurteilt werden.
In der medizinischen Ästhetik existieren mehrere etablierte Verfahren, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Mesotherapie lässt sich gut im Verhältnis zu anderen Methoden einordnen.
Sowohl Mesotherapie als auch Skinbooster zielen auf eine Verbesserung der Hautqualität ab, unterscheiden sich jedoch in Wirkweise und Tiefe.
Die Mesotherapie arbeitet sehr oberflächennah mit niedrig dosierten Wirkstoffen und fokussiert sich auf die Aktivierung des Hautstoffwechsels.
Skinbooster werden tiefer eingebracht und haben vor allem einen hydratisierenden und strukturverbessernden Effekt auf die Haut.
Welche Methode geeigneter ist, hängt von Hautzustand, Alter und Behandlungsziel ab. In einigen Behandlungskonzepten können sich beide Verfahren sinnvoll ergänzen.
Hyaluron-Filler verfolgen ein anderes Ziel als die Mesotherapie. Während Filler gezielt Volumen aufbauen oder Konturen definieren, verändert die Mesotherapie das Hautvolumen nicht.
Sie eignet sich daher nicht für den Ausgleich tiefer Falten oder struktureller Defizite, sondern vor allem für frühe Veränderungen der Hautqualität.
Bei der PRP-Therapie kommen körpereigene Wachstumsfaktoren zum Einsatz, während die Mesotherapie externe Wirkstoffe nutzt. Beide Verfahren können regenerative Prozesse unterstützen, unterscheiden sich jedoch deutlich in Ansatz und Wirkmechanismus.
Auch hier entscheidet die individuelle Ausgangslage darüber, welche Methode sinnvoll ist.
Die Mesotherapie kann in unterschiedlichen medizinisch-ästhetischen Kontexten sinnvoll sein – vorausgesetzt, die Indikation ist klar definiert und realistisch eingeordnet.
Sie kann eingesetzt werden:
Im Bereich der Haare wird die Mesotherapie häufig unter dem Begriff Meso-Hair eingesetzt. Ziel ist es, das Umfeld der Haarwurzel gezielt zu unterstützen. Die Behandlung ersetzt jedoch keine weiterführende Diagnostik bei hormonell, genetisch oder systemisch bedingtem Haarverlust, sondern kann – abhängig von Ursache und Stadium – eine ergänzende Option darstellen.
Weniger geeignet ist die Mesotherapie:
Eine fundierte Einschätzung der Ausgangssituation ist sowohl bei Haut- als auch bei Haarindikationen entscheidend für die Wahl der geeigneten Therapie.
In qualitätsorientierten Konzepten wird die Mesotherapie nicht isoliert betrachtet. Vielmehr wird sie – je nach Hautzustand – mit weiteren Maßnahmen kombiniert, etwa mit Skinboostern, Kollagenboostern, apparativen Verfahren oder einer begleitenden Hautanalyse.
Ziel ist nicht eine kurzfristige Veränderung, sondern eine nachhaltige Unterstützung der Hautgesundheit.
Bei Skinmedic by Dr. Tischler wird Mesotherapie als Bestandteil eines medizinisch-ästhetischen Gesamtkonzepts verstanden. Durch die enge Anbindung an die ärztliche Praxis erfolgt die Auswahl der Methode und Wirkstoffe individuell und fachlich fundiert.
Weitere Informationen zur Mesotherapie finden sich hier
Die Mesotherapie ist kein Ersatz für andere minimalinvasive oder operative Verfahren. Richtig eingesetzt, kann sie jedoch eine sinnvolle Ergänzung darstellen – insbesondere bei frühen Hautveränderungen oder im Rahmen präventiver Konzepte.
Entscheidend ist nicht die Methode allein, sondern ihre Einbettung in ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.
Die Mesotherapie ist ein etabliertes medizinisch-ästhetisches Verfahren mit klar definiertem Einsatzbereich. Ihre Wirkung hängt maßgeblich von Indikation, Technik und Gesamtkonzept ab. Im Vergleich zu Skinboostern, Fillern oder PRP zeigt sich: Nicht jede Methode passt zu jedem Hautzustand – eine fundierte Beratung ist daher unerlässlich.
Wir beraten Sie gerne dazu in unserer Dortmunder Praxis oder in unserem Kosmetikinstitut Skinmedic.