Hinweis: Das Titelbild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient der illustrativen Darstellung.
Braune Flecken im Gesicht, auf den Händen oder am Dekolleté werden häufig pauschal als Pigmentflecken bezeichnet. Wer sie als störend empfindet, stößt schnell auf verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung: aufhellende Cremes und Seren, Peelings, IPL oder Laser.
Doch welche Methode ist tatsächlich sinnvoll?
Das hängt vor allem davon ab, welche Art von Pigmentveränderung vorliegt. Denn ein sonnenbedingter Pigmentfleck ist nicht dasselbe wie ein Melasma oder eine dunkle Verfärbung nach einer Entzündung.
Und noch etwas ist wichtig: Nicht jede braune Hautveränderung sollte einfach kosmetisch entfernt werden.
Deshalb gilt aus dermatologischer Sicht: Erst klären, um welche Pigmentveränderung es sich handelt – dann über Creme, IPL oder Laser entscheiden.
Pigmentflecken entstehen, wenn sich in bestimmten Hautbereichen vermehrt Pigment – vor allem Melanin – bildet oder einlagert. Dahinter können unterschiedliche Ursachen stecken.
Sonnen- oder Altersflecken, medizinisch solare Lentigines, treten bevorzugt an Hautstellen auf, die über viele Jahre UV-Strahlung ausgesetzt waren. Typisch sind Gesicht, Handrücken, Unterarme und Dekolleté.
Melasma zeigt sich häufig durch größere, unregelmäßige und teilweise symmetrische bräunliche Pigmentierungen im Gesicht. Neben UV-Strahlung können unter anderem hormonelle Faktoren eine Rolle spielen.
Postinflammatorische Hyperpigmentierungen können nach Entzündungen oder Verletzungen zurückbleiben – beispielsweise nach Akne.
Daneben gibt es Sommersprossen und zahlreiche weitere pigmentierte Hautveränderungen.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sich daraus unterschiedliche Behandlungsstrategien ergeben.
Vor einer kosmetischen Entfernung sollte geklärt sein, dass eine pigmentierte Hautveränderung gutartig und für die geplante Behandlung geeignet ist.
Das gilt besonders bei Flecken, die neu aufgetreten sind, sich verändern oder diagnostisch nicht eindeutig erscheinen.
Viele Pigmentveränderungen sind harmlos. Trotzdem sollte ein auffälliger Fleck nicht einfach mit IPL oder Laser behandelt werden, bevor klar ist, worum es sich handelt.
Das ist nicht nur eine Vorsichtsmaßnahme: Durch eine ungeeignete Behandlung pigmentierter Hautveränderungen kann eine spätere diagnostische Beurteilung erschwert werden und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs führen.
Erst die Diagnose – dann die kosmetische Behandlung.
Bestimmte Pigmentierungen können durch geeignete Wirkstoffe aufgehellt werden. Eine Creme kann jedoch nicht jeden Pigmentfleck zuverlässig und vollständig entfernen.
Je nach Ursache kommen unterschiedliche Wirkstoffe infrage, die beispielsweise die Pigmentbildung oder Hauterneuerung beeinflussen.
Entscheidend ist auch hier die Diagnose: Eine Behandlung, die bei einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung sinnvoll ist, muss nicht automatisch die richtige Wahl bei einem ausgeprägten Sonnenfleck oder einem Melasma sein.
Außerdem können manche Wirkstoffe die Haut reizen. Bei entsprechender Veranlagung kann eine ausgeprägte Irritation wiederum Pigmentveränderungen begünstigen.
Aufhellende Pflege und medizinische Behandlung sollten deshalb nicht nach dem Prinzip „je stärker, desto besser“ausgewählt werden.
Sinnvoll ist in jedem Fall die vorbeugende Behandlung mit ausreichend Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 50. Hier ist vor allem auf die ausreichende Menge und das Nachcremen über den Tag zu achten. Wichtig auch, Cremes welche > 3 Monate geöffnet sind, sollten verworfen werden, da der Lichtschutzfaktor in diesen Fällen sinken kann und der Sonnenschutz damit – gerade bei Pigmentflecken – weniger effektiv ist.
Bei bestimmten gutartigen Pigmentveränderungen kann eine IPL-Behandlung eine geeignete Möglichkeit sein.
IPL steht für Intense Pulsed Light. Das Verfahren arbeitet mit intensiven Lichtimpulsen. Bestimmte Wellenlängenbereiche können vom Pigment Melanin aufgenommen werden und dieses gezielt erwärmen.
Nach einer Behandlung können entsprechende Pigmentierungen zunächst dunkler erscheinen. Im weiteren Verlauf werden die behandelten Pigmentstrukturen abgebaut beziehungsweise abgestoßen und der Fleck kann deutlich heller werden.
IPL kommt insbesondere bei geeigneten oberflächlichen, sonnenbedingten Pigmentierungen infrage.
Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt jedoch unter anderem von der Art der Pigmentierung und vom Hauttyp ab.
Für die Behandlung geeigneter Pigmentflecken können unterschiedliche licht- und laserbasierte Verfahren eingesetzt werden. In unserer Praxis nutzen wir hierfür sowohl IPL als auch den Rubin-Laser. Welches Verfahren infrage kommt, hängt unter anderem von Art und Ausprägung der Pigmentierung sowie vom Hauttyp ab.
IPL (Intense Pulsed Light) arbeitet mit einem breiten Lichtspektrum, aus dem mithilfe von Filtern bestimmte Wellenlängenbereiche genutzt werden. Das Licht kann unter anderem vom Pigment Melanin aufgenommen werden. IPL eignet sich beispielsweise zur Behandlung bestimmter oberflächlicher, sonnenbedingter Pigmentierungen und kann auch größere Hautareale behandeln.
Der Rubin-Laser arbeitet dagegen mit einer definierten Wellenlänge von 694 Nanometern, die gut von Melanin aufgenommen wird. Dadurch lässt sich die Laserenergie gezielt auf geeignete pigmentierte Hautveränderungen richten.
| IPL | Rubin-Laser | |
| Technologie | breitbandiges, gefiltertes Licht | Laserlicht mit 694 nm |
| Ziel | unter anderem Melanin | insbesondere Melanin |
| Behandlung | auch für größere Areale mit mehreren geeigneten Pigmentierungen | gezielte Behandlung geeigneter Pigmentveränderungen |
| Auswahl | abhängig von Befund und Hauttyp | abhängig von Befund und Hauttyp |
IPL und Rubin-Laser sind deshalb nicht einfach zwei konkurrierende Varianten derselben Behandlung. Je nach Art und Verteilung der Pigmentflecken kann das eine oder das andere Verfahren sinnvoll sein.
Entscheidend ist zunächst die dermatologische Beurteilung. Anschließend kann individuell entschieden werden, ob IPL oder der Rubin-Laser besser zum jeweiligen Befund passt.
Eine wichtige Ausnahme von der Vorstellung „brauner Fleck = mit Licht entfernen“ ist das Melasma.
Dabei handelt es sich häufig um größere, unregelmäßige Pigmentierungen im Gesicht. UV-Strahlung spielt eine wichtige Rolle, daneben können hormonelle Einflüsse beteiligt sein.
Die Behandlung ist häufig komplexer als bei einzelnen Sonnen- oder Altersflecken. Licht- und laserbasierte Verfahren müssen beim Melasma besonders sorgfältig abgewogen werden, da die Pigmentierung unter ungünstigen Umständen erneut auftreten oder sich verstärken kann.
Deshalb sollte ein Melasma nicht nach demselben Schema behandelt werden wie ein einzelner sonnenbedingter Pigmentfleck.
Viele gutartige Pigmentflecken müssen aus medizinischer Sicht nicht entfernt werden.
Werden sie jedoch kosmetisch als störend empfunden, kann eine Behandlung sinnvoll sein. Voraussetzung ist, dass geklärt wurde, um welche Pigmentveränderung es sich handelt und welches Verfahren dafür geeignet ist.
Dabei sollten auch die Erwartungen realistisch bleiben.
Nicht jeder Pigmentfleck verschwindet vollständig. Manche Pigmentierungen können erneut auftreten, und auch nach einer erfolgreichen Behandlung können an anderen Stellen neue Flecken entstehen.
Das Ziel sollte deshalb nicht sein, um jeden Preis jedes Pigment zu entfernen, sondern eine für den individuellen Befund geeignete und möglichst schonende Behandlung auszuwählen.
Ja.
Ein behandelter Sonnenfleck kann deutlich heller werden oder verschwinden. Die Behandlung verhindert jedoch nicht automatisch, dass die Haut später neue Pigmentierungen entwickelt.
Besonders wichtig ist dabei die UV-Strahlung. Viele Pigmentveränderungen entstehen bevorzugt an Hautregionen, die über Jahre regelmäßig der Sonne ausgesetzt waren.
Deshalb bleibt Sonnenschutz auch nach einer erfolgreichen Behandlung wichtig.
Konsequenter UV-Schutz gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei vielen Pigmentstörungen.
Dabei sollte man realistisch bleiben:
Sonnenschutz lässt einen bestehenden Sonnenfleck nicht einfach verschwinden.
Er kann jedoch dazu beitragen, eine weitere UV-bedingte Pigmentierung zu begrenzen und der Entstehung neuer sonnenbedingter Veränderungen entgegenzuwirken.
Nach einer IPL- oder Laserbehandlung ist konsequenter Sonnenschutz zusätzlich wichtig, um die behandelte Haut zu schützen und unerwünschte Pigmentverschiebungen zu vermeiden.
Eine dermatologische Untersuchung ist besonders sinnvoll, wenn eine pigmentierte Hautveränderung neu auftritt, sich sichtbar verändert, wächst oder hinsichtlich Form und Farbe auffällig erscheint.
Auch wenn schlicht Unsicherheit darüber besteht, was sich hinter einem braunen Fleck verbirgt, sollte dieser vor einer kosmetischen Entfernung untersucht werden.
Das gilt insbesondere, wenn eine Behandlung mit IPL oder Laser geplant ist.
Erst wenn die Hautveränderung ausreichend eingeordnet wurde, lässt sich entscheiden, ob eine kosmetische Behandlung sinnvoll ist und welches Verfahren infrage kommt.
Bei auffälligen oder sich verändernden Hautflecken ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll. Hierfür bieten wir unsere Hautkrebsverdacht-Sprechstunde an.
Pigmentflecken können je nach Ursache unterschiedlich behandelt werden. Cremes können bestimmte Pigmentierungen aufhellen, während IPL oder verschiedene Laserverfahren bei geeigneten Befunden eine gezielte Behandlung ermöglichen.
Welche Methode sinnvoll ist, entscheidet jedoch nicht allein die Farbe des Flecks.
Ein Sonnenfleck, ein Melasma und eine Pigmentierung nach einer Entzündung benötigen nicht zwangsläufig dieselbe Behandlung.
Deshalb sollte vor Creme, IPL oder Laser zunächst geklärt werden, welche Pigmentveränderung tatsächlich vorliegt.
Bestimmte gutartige Pigmentflecken können mit geeigneten Laserverfahren behandelt werden. Ob dies sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Art der Pigmentierung, dem Hauttyp und dem verwendeten Lasersystem ab. Unklare pigmentierte Hautveränderungen sollten vor einer kosmetischen Laserbehandlung dermatologisch beurteilt werden. In unserer Praxis haben wir dafür das Rubin-Lasersystem. Hiermit können wir Pigmentierungen sehr zielgenau entfernen – die Rubin-Laser-Wellenlänge von 694nm ist hierbei der Goldstandard bei körpereigenen Pigmentierungen wie Altersflecken (Lentigo/Lentigines).
IPL kann bei bestimmten oberflächlichen, gutartigen Pigmentierungen eingesetzt werden, beispielsweise bei geeigneten sonnenbedingten Pigmentflecken. IPL ist jedoch kein Laser und eignet sich nicht automatisch für jede Form der Hyperpigmentierung.
Bestimmte Wirkstoffe können Pigmentierungen aufhellen. Wie gut das funktioniert, hängt von der Ursache der Pigmentierung ab. Dass sich jeder Pigmentfleck mit einer Creme vollständig entfernen lässt, ist nicht zu erwarten.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. IPL arbeitet mit breitbandigem Licht, Laser mit definierten Wellenlängen. Entscheidend sind Art der Pigmentierung, Hauttyp und Behandlungsziel.
Viele gutartige Pigmentflecken müssen medizinisch nicht entfernt werden. Wenn sie kosmetisch stören, kann eine Behandlung dennoch sinnvoll sein. Vor einer Entfernung sollte geklärt sein, um welche Hautveränderung es sich handelt.
Ja. Behandelte Flecken können deutlich heller werden oder verschwinden, trotzdem können später erneut Pigmentierungen oder neue Flecken entstehen. Bei sonnenbedingten Pigmentveränderungen bleibt konsequenter UV-Schutz daher wichtig. Auch können mehrere Sitzungen mit den Lasern oder eine dauerhafte Creme-Behandlung notwendig und sinnvoll sein.
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